Sonntag, 31. August 2025
H2PopUpLab feiert Auftakt beim Stadtjubiläum
Großes Interesse an Wasserstoff-Selbermachlabor in der Gelsenkirchener City.
Am Sonntag, 31. August, hat das H2PopUpLab in der Bahnhofstraße 69 seine Premiere gefeiert – mitten im Trubel des großen Stadtfestes zum 150-jährigen Jubiläum Gelsenkirchens. Über 200 Gäste nutzten die Gelegenheit, einen ersten Blick in das neue Wasserstoff-Selbermachlabor zu werfen, Experimente auszuprobieren und sich über Wasserstoff und Energiewende zu informieren. Der Einladung waren u. a. Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge, Stadtrat Simon Nowack und Stadträtin Andrea Henze gefolgt. Das H2 PopUpLab ist Teil des Wissenschaftsjahres 2025 – Zukunftsenergie und ein gemeinsames Projekt der Westfälischen Hochschule, des Instituts Arbeit und Technik (IAT) und der Wissenschaftspark Gelsenkirchen Projekte gGmbH.
Ein Ort zum Anfassen und Mitmachen
Der Standort in der Innenstadt ist bewusst gewählt: Wasserstoff soll nicht nur in Forschung, Industrie und Politik diskutiert werden, sondern auch bei den Bürgerinnen und Bürgern Neugier und Dialog anregen. „Zu uns in die Bahnhofstraße 69 kommen und Wasserstoff selber machen“, ist laut Dr. Thorsten Balgar, Leiter des durch die Wissenschaftspark Gelsenkirchen Projekte gGmbH koordinierte zdi-Netzwerks Gelsenkirchen, die einfache Formel des H2PopUpLabs. „Ein echtes ‚Mitmachlabor‘. Damit das auch funktioniert, haben wir anschauliche Experimente erprobt, die in kurzer Zeit durchgeführt werden können.“
„Wir bringen die Hochschule in die Stadtmitte und machen die Energiewende erlebbar, und zwar nicht nur für Fachleute, sondern für alle Interessierten, von Schülerinnen und Schülern bis Großeltern, von Technikenthusiastinnen und -enthusiasten bis Tollpatschen“ sagt Projektleiter Dr. Franz Flögel. „In der Wasserstoffforschung und in der Wirtschaft haben Gelsenkirchen und die Emscher-Lippe-Region viel zu bieten. Das H2PopUpLab holt dies in die Innenstadt und zeigt, welche Chancen Forschung und Energiewende für unsere Region bieten“
Eröffnung im Rahmen des Stadtjubiläums
Die Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Karin Welge freut sich über den neuen Lernort, der auch der Bahnhofstraße eine spannende Facette hinzufüge. „Vielleicht war es uns bisher nicht bewusst, aber jetzt wissen wir: Ein Ort wie das H2PopUpLab hat der Region gefehlt“, sagte sie und fügte hinzu: „Wir bereiten uns ja darauf vor, die Industrie auf grünen Wasserstoff umzustellen, das Bündnis Klimahafen setzt sich für eine Pipeline an den Gelsenkirchener Hafen ein, die WH forscht zu industriellen Wasserstoffanwendungen, das Berufskolleg für Technik und Gestaltung bietet einen Ausbildungsschwerpunkt an. Was es nicht gab, war ein Ort, wo man sich unkompliziert und auf spielerische Weise einen Eindruck von den Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs machen kann – und den gibt es nun!“
Im gemeinsamen Gespräch mit Gästen und den verantwortlichen Expertinnen und Experten des Projekts betonte Stadtrat Simon Nowack die wirtschaftlichen Chancen des Wasserstoffs für Gelsenkirchen. „Mit dem H2PopUpLab wird Wasserstoff mitten in unserer Innenstadt erlebbar. Das stärkt nicht nur den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, sondern unterstreicht auch die wirtschaftliche Bedeutung dieser Zukunftstechnologie für unsere Stadt. Gelsenkirchen ist schon heute ein gelebtes Reallabor für die Nutzung von Wasserstoff – mit wachsender Infrastruktur und starken Partnern in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Initiativen wie H2GE und der Klimahafen Gelsenkirchen zeigen, wie wir diese Stärken für die Transformation zur Klimaneutralität nutzen können. Das H2PopUpLab macht dieses Potenzial sichtbar und schafft die Verbindung zwischen Forschung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft – eine echte Chance für Wertschöpfung, Beschäftigung und die zukünftige Energieversorgung unserer Region.“
Programm bis Dezember
Das H2PopUpLab bleibt bis Anfang Dezember – dienstags bis samstags, jeweils von 11 bis 18 Uhr, geöffnet und bietet in dieser Zeit zahlreiche Veranstaltungen, u. a. IHK-Weiterbildungen oder Kinder- und Jugendworkshops in Kooperation mit der Ruhr-Universität. Ebenso soll das PopUpLab als temporäres "Gastlabor" für Angebote des zdi-Netzwerks Gelsenkirchen dienen. für Auch Tagungen von Arbeitskreisen, etwa zu Umwelt, Bau und Energie, finden hier statt. Weitere Angebote werden mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geplant. Veranstaltungen mit bis zu 70 Personen sind möglich.
Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie
Das Wissenschaftsjahr 2025 widmet sich dem Thema Zukunftsenergie. Wie kann ein Energiemix aussehen, der sauber, verlässlich, bezahlbar und ressourcenschonend ist? Welche Technologien wurden bereits entwickelt und woran wird aktuell geforscht? Welche neuen Energiepartnerschaften braucht unser Land? Wie wird die Energieversorgung der Zukunft aussehen – und welche Auswirkungen hat sie auf die Gesellschaft?
Die Bedeutung der Forschung für die Erreichung einer klimaneutralen Energieversorgung in Wirtschaft und Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres 2025. Energieforschung ist eine fachübergreifende, vielschichtige, kapitalintensive und strategische Aufgabe. Der Klimawandel, begrenzte Ressourcen und ein zugleich weltweit steigender Energiebedarf stellen Regierungen, Industrie und auch Bürgerinnen und Bürger vor neue Herausforderungen, die die Forschung adressiert. Das Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie lädt mit vielfältigen Angeboten dazu ein, Einblicke in Lösungsstrategien aus der Energieforschung zu gewinnen, die neuesten Innovationen und Erkenntnisse kennenzulernen und in den Austausch mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kommen.